Wartung und bisherige Nutzung einordnen
Serviceheft, Werkstattrechnungen und HU-Berichte zeigen, welche Arbeiten durchgeführt wurden. Nennen Sie außerdem Halterzahl, überwiegende Nutzung und längere Standzeiten. Stadtverkehr, Kurzstrecken, Anhängerbetrieb oder eine hohe Autobahnleistung wirken sich unterschiedlich auf einzelne Bauteile aus.
Schreiben Sie nicht nur ‚scheckheftgepflegt‘, sondern nennen Sie die letzte Wartung, wichtige Verschleißarbeiten und bekannte Fälligkeiten. Rechnungen über Zahnriemen, Bremsen, Batterie, Reifen oder Getriebeöl sind besonders hilfreich, wenn sie dem Fahrzeug eindeutig zugeordnet werden können.
- Letzte Wartung und aktuelle Fälligkeiten
- Rechnungen über größere Reparaturen
- HU-Bericht und Hinweise aus der letzten Prüfung
Ausstattung am Fahrzeug überprüfen
Prüfen Sie Klimaautomatik, Sitzheizung, Navigation, Kameras, Assistenzsysteme, elektrische Sitze, Anhängerkupplung und weitere Extras am Fahrzeug. Serienausstattung sollte nicht als Sonderausstattung dargestellt werden; defekte Funktionen gehören ebenso in die Beschreibung wie nachgerüstete Teile.
Bei mehreren Radsätzen, Dachträgern, Ladekabeln oder anderem Zubehör sollte feststehen, was mitverkauft wird und in welchem Zustand es ist. Software-Abonnements oder an ein persönliches Konto gebundene Dienste lassen sich nicht automatisch übertragen.

Gebrauchsspuren und Reparaturbedarf trennen
Steinschläge, leichte Kratzer und Innenraumspuren können zu Alter und Laufleistung passen. Anders zu bewerten sind größere Dellen, beschädigte Scheiben, Rost, stark abgenutzte Sitze, Warnmeldungen oder Funktionsausfälle. Beschreiben Sie Größe, Position und Auswirkung möglichst konkret.
Machen Sie eine kurze Funktionsrunde: Beleuchtung, Fenster, Zentralverriegelung, Klimaanlage, Infotainment und Assistenzsysteme. Gelegentliche Fehler sind besonders wichtig – notieren Sie, wann sie auftreten und ob ein Fehlerspeicher oder Werkstattbericht vorliegt.
- Karosserie und Lack bei trockenem Tageslicht ansehen
- Innenraum einschließlich Kofferraum und Dachhimmel prüfen
- Warnmeldungen und ungewöhnliche Geräusche nicht auslassen
Reifen, HU und Betriebssicherheit dokumentieren
Notieren Sie Reifengröße, Profiltiefe, Alter und sichtbare Beschädigungen. Bei einem zweiten Radsatz gehören Zustand und Lagerort in die Anfrage. Ein gültiger HU-Termin ist eine Information, ersetzt aber keine aktuelle Zustandsprüfung.
Wenn das Fahrzeug nicht sicher fahrbereit ist, darf es nicht für eine Probefahrt bewegt werden. Bremsen, Lenkung, Reifen, Beleuchtung und austretende Flüssigkeiten sind sicherheitsrelevant. Im Zweifel sollte eine Fachwerkstatt beurteilen, ob das Fahrzeug im öffentlichen Verkehr bewegt werden kann.

Unterlagen und Besichtigung vorbereiten
Legen Sie Zulassungsbescheinigungen, HU-Bericht, Serviceunterlagen, Rechnungen, Schlüssel und Bedienunterlagen geordnet bereit. Bei finanzierten Fahrzeugen muss geklärt sein, wer Eigentümer ist und unter welchen Bedingungen eine Ablösung möglich wäre.
Das Fahrzeug muss nicht professionell aufbereitet sein. Entfernen Sie persönliche Gegenstände und sorgen Sie dafür, dass Motorraum, Kofferraum, Reserveradmulde und Zubehör zugänglich sind. Eine ehrliche, gut vorbereitete Besichtigung ist wertvoller als eine kurzfristige kosmetische Verbesserung.
